Projekte

Sprachkurse in den Heimen

Ohne Sprachkenntnisse kann Integration nicht gelingen. Um unsere Nachbarn in den Wohnheimen am Merlin- und Weißdornweg auf diesem Weg zu unterstützen, bieten wir verschiedene Sprachkurse an. Sie finden jeweils in den Wohnheimen statt und werden von ehrenamtlichen Unterstützern durchgeführt. Am Weißdornweg wird zum Beispiel an drei Vormittagen jeweils durch eine Ehrenamtlerin 1,5 Stunden Deutschkurs für Anfänger und Fortgeschrittene angeboten. Externe Kursteilnehmer sind nach Rücksprache mit der Heimleitung willkommen.

Darüber hinaus werden einige Familien von Ehrenamtlern mit 1:1 Nachhilfe beim Deutschlernen unterstützt. Hier würden wir uns sehr über weitere Helfer freuen.

Computer-Basiskurse

Computerkenntnisse erleichtern die Integration und vor allem den Einstieg ins Berufsleben.
Im Heim Merlinweg startete die WiRo deshalb im August 2020 den ersten Computer-Basiskurs für geflüchtete Frauen. In sechs Doppelstunden erhielten sie eine erste Einführung in die wichtigsten PC-Grundbegriffe und Anwendungsgebiete. Um die Corona-Abstandsregeln einzuhalten, war die Teilnahme auf drei Frauen beschränkt.
Und weil der Bedarf weitaus größer ist, läuft nun seit Anfang November ein zweiter sechsteiliger PC-Kurs, wiederum für drei Teilnehmer – diesmal zwei Männer und eine Frau. Der Kurs findet einmal wöchentlich im Haus der Familie statt.

Hilfe bei Briefen und Formularen

Die Sprache der deutschen Bürokratie ist selbst für Deutsche oft ein Rätsel und für Geflüchtete meist gänzlich unverständlich. Hilfe kommt jetzt durch ein neues Angebot der WiRo. Sie hat eine freundliche Mitarbeiterin der Caritas gewonnen, die jeden Freitag von 12.00 bis 13.00 Uhr im Haus der Familie während des Begegnungscafés Unterstützung anbietet für alle Geflüchteten, die sich schwer tun mit Briefen und Formularen von Ämtern, Schulen oder Ärzten.

Wegen Corona bis auf Weiteres ausgesetzt.

Vorbereitung auf B1 Prüfung

Immer wieder scheitern Geflüchtete an der Hürde der B1 Sprachprüfung. Zur Unterstützung hatte die WiRo im Oktober mit einem Spezialkurs im Heim Merlinweg begonnen, wo Interessierte von einer erfahrenen Ehrenamtlerin gezielt auf die schwierige Prüfung vorbereitet wurden. Leider musste der Kurs inzwischen wegen Corona abgebrochen werden. Wir hoffen auf Fortsetzung, sobald die Einschränkungen gelockert werden.

Kinderglück im Spielparadies Bubenheim

Für 21 Kinder und ihre Eltern aus dem Heim Merlinweg wird der 30. August unvergesslich bleiben. Auf Einladung der WiRo verbrachten sie zusammen mit drei Ehrenamtlern einen ganzen Tag im Spielparadies Bubenheim bei Nörvenich. Voller Begeisterung konnten sie sich austoben auf Riesenrutschen, Kletterbergen und Trampolinen oder mit dem Go-Cart halsbrecherische Kurven drehen, während die Eltern in Ruhe zusammensitzen und ihre mitgebrachten Picknick-Leckereien genießen konnten. Das Wetter spielte mit, und außer einer kleinen Beule konnten alle Kinder gesund und munter mit dem Bus wieder nachhause fahren. Ihr größter Wunsch: bald wieder hinfahren!

Job Paten

Ankommen, die Sprache lernen, eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle suchen. Was sich für uns so einfach anhört, stellt für Geflüchtete eine große Herausforderung dar. Auch wenn Schule, Ausbildung oder Studium bereits im Heimatland abgeschlossen wurden. In Deutschland läuft vieles anders.

Da ist es gut, einen Partner an seiner Seite zu wissen, der im Dschungel des deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarktes weiterhelfen kann. Dies kann eine Unterstützung bei Bewerbungsschreiben sein oder Begleitung bei der Suche nach Praktika oder Jobangeboten. Manchmal benötigen die Menschen auch einfach nur Ideen oder Impulse, um ihren Weg in die Arbeitswelt zu finden. Auch dabei können Job-Paten bei Suche helfen.

Durch unser Netzwerk konnten wir bereits Kontakte zu Praktikumsstellen und Ausbildungsplätzen herstellen. Um hier in Zukunft noch wirksamer unterstützen zu können, suchen wir Job-Paten. Für diese Tätigkeit bieten wir ihnen eine gezielte Schulung, bevor Paten und Jobsuchende zusammengeführt werden.

Rückblick auf 2019

Syrische Jecke im Rondorfer Zoch

Karneval ist für alle da. Für Einheimische und Geflüchtete. Das sagte sich auch eine syrische Familie im Heim Weißdornweg und lief begeistert und Kamelle-werfend am Rosenmontag mit im „Zoch“ durch Rondorf. Und weil Verkleiden allen Kindern Spaß macht, kam die kleine Abir am Tag danach nochmal in einem anderen Outfit auf die Strasse. Jetzt freut sich die Familie schon auf den nächsten Karneval – und hofft, bis dahin endlich eine Mietwohnung zu finden.

Deutschland-Quiz

Wo steht der Kölner Dom? So leicht waren die Fragen natürlich nicht im Deutschland-Quiz, zu dem die WiRo im Januar die Bewohner der beiden Heimen im Weißdornweg und Merlinweg eingeladen hatte. Zur Vorbereitung hatten die Familien eine Deutschlandkarte erhalten, die die meisten ganz offensichtlich eifrig studiert hatten. Und so rauchten die Köpfe bei der Beantwortung von zehn Fragen, u.a. nach dem größten Hafen und den vier größten Städten Deutschlands, nach dem längsten Fluß und der Hauptstadt von NRW. Die glücklichen Gewinner im Weißdornweg erhielten einen Ausflug zu China Light im Kölner Zoo, und für die Gewinner im Merlinweg gab es einen Rundblick auf Köln vom LVR-Turm.

Dem Deutschland-Quiz vorausgegangen war übrigens ein Europa-Quiz im Vorjahr, das bei den Teilnehmern soviel Anklang fand, dass eine Fortsetzung dringend erbeten wurde. Nun fragen die Bewohner schon neugierig nach dem nächsten Quiz. Die WiRo wird sich dazu etwas einfallen lassen.

Beratungsprojekt Verbraucherschutz

Ärger mit dem Handy-Vertrag und auch mit vielen anderen Kauf- oder Versicherungsverträgen sind nicht nur für manche Deutsche, sondern vor allem für Geflüchtete ein ständiges Problem, das nicht selten zu hohen Geldverlusten führt. Mangelndes Sprachverständnis und fehlende Erfahrung mit dem deutschen Vertragswesen machen viele Geflüchtete zu einer leichten Beute für geschäftstüchtige Verkäufer.

Die Wiro plant deshalb gemeinsam mit der Verbraucherberatung Köln zwei Veranstaltungen am 23. und 24. September im Wohnheim Merlinweg zu den Themen „Rund um Verträge“ und „Smartphone und Kostenfallen“.

Kindergesundheit

Für Eltern gibt es nichts Wichtigeres als die Gesundheit ihrer Kinder. Welche Ernährung ist die beste für sie? Was tun bei Fieber, Bauchschmerzen oder Erkältung? Warum sind Bewegung und ausreichender Schlaf so wichtig für die kindliche Entwicklung?
Viele Geflüchtete haben in ihren Heimatländern zu diesen Fragen nur wenig Informationen erhalten. Wir planen deshalb zusammen mit der AWO ein Beratungsprojekt für Mütter.
In drei Veranstaltungen zu den Themen „Allgemeine Kinderkrankheiten“, „Ernährung“ und „Freizeitverhalten“ können geflüchtete Mütter einem Mediziner ihre Erfahrungen und Sorgen schildern und Antworten auf ihre Fragen erhalten.
Die Termine stehen noch nicht fest. Angedacht ist Oktober.

Spielerische Integration

Spielend die Sprache lernen, spielend ins Gespräch kommen. Das ist der Hintergrund unserer regelmäßigen Spieleabende für Frauen im Haus der Familie an der Reiherstraße.

Im Zentrum steht der gegenseitige Austausch von alteingesessenen und neu zugezogenen Nachbarinnen in einer lockeren Atmosphäre. Das Angebot findet jeweils am letzten Sonntagabend des Monats von 18 Uhr bis 20 Uhr statt und wird bislang gut von den Bewohnerinnen des Ortes angenommen. Die Teilnahme ist kostenlos und unverbindlich. Schauen Sie doch einfach mal bei uns rein!


Wir suchen …

Ob Patinnen und Paten, Fahrräder, Kinderwagen, Küchengeräte oder -gegenstände: Manchmal ist die Liste lang, wer oder was gerade für Familien, die eine eigene Wohnung beziehen können oder Nachwuchs erwarten, gesucht wird.

Auf unserer „Suchen“-Seite finden Sie in regelmäßigen Abständen unsere Aufrufe für persönliche Hilfen oder spezielle Sachspenden, um sie gezielt den Personen zukommen zu lassen, die sie benötigen.

Was wir immer suchen, sind weitere Mitstreiter für unsere Willkommens Initiative. Helfende Hände werden immer benötigt. Sei es für gemeinsame Ausflüge, für die Arbeit im Hintergrund oder für gemeinsame Aktionen wie ein Begegnungsfest.