Sprachkurs
Für Geflüchtete aus der Ukraine bieten wir seit 2022 einen Deutsch-Sprachkurs im Rondorfer Pfarrheim der Katholischen Kirchengemeinde Heilige Drei Könige an, und zwar jeden Mittwoch und Freitag von 10.00 bis 12.00 Uhr. Der Kurs, der mittlerweile durch das katholische Bildungswerk finanziert und organisiert wird, wird von einer erfahrenen und engagierten Lehrerin geleitet. Sie lebt seit langem in Deutschland und bringt den großen Vorteil mit, dass sie Russisch und Ukrainisch spricht. Von Anfang an ging es ihr nicht nur um die Vermittlung der deutschen Sprache, sondern auch um Information und Beratung zu allen wichtigen Themen des deutschen Alltags. Ein Schwerpunkt liegt inzwischen auf der Unterstützung bei den B1 und B2 Sprachkursen mit dem Ziel, unsere ukrainischen Nachbarn möglichst schnell und gut auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Dabei trägt zum Gelingen bei, dass sich alle nach dem Kurs am Freitag im Begegnungscafé im Haus der Familie zusammenfinden, wo sie das Gelernte anwenden und ausbauen können.
Hausaufgabenbetreuung
Jeden Montag von 16 – 17 Uhr kümmern sich mehrere Ehrenamtliche im Wohnheim Merlinweg um die individuelle Hausaufgabenbetreuung von Grundschulkindern. Der Bedarf ist groß. Immer wieder kommen Eltern und Kinder mit der Bitte um Hilfe bei den Hausaufgaben auf uns zu. Darum würden wir uns freuen, wenn wir für diese spannende Aufgabe noch mehr Interessierte finden würden.
Lesewelten
In Zusammenarbeit mit der Vorleseinitiative der Kölner Freiwilligenagentur organisieren mehrere Ehrenamtliche jeden Freitag von 16 – 18 Uhr im Wohnheim Merlinweg einen abwechslungsreichen Lesenachmittag für Grundschulkinder.
Auf phantasievolle und spielerische Weise will das Projekt die Leselust der Kinder wecken und ihnen helfen, ihre Lesefähigkeit zu verbessern. Geplant ist auch ein Vorleseangebot für Kita-Kinder, für das wir nun lesefreudige EhrenamtlerInnen suchen.
Rückblick auf 2025
Sommerfest 2025
Am 11.Juli war es wieder soweit: für über 100 Geflüchtete im Wohnheim Merlinweg und ihre deutschen Nachbarn in Rondorf hatten die Heimleiter Melanie und Abdul mit Unterstützung durch die Stadt Köln und den Träger DRK wieder ein buntes und vergnügliches Sommerfest organisiert. Dank der tatkräftigen Mithilfe der „Peace Kitchen“ und einiger fleißiger Heimbewohnerinnen sorgten Grillfleisch und Salate für allgemeines Wohlbefinden, während sich die Kinder wie in den vergangenen Jahren wieder unter der Aufsicht der „Rheinflanke“ auf der großen Hüpfburg austoben konnten. Und an der Getränkeausgabe standen wieder die ehrenamtlichen Mitglieder der „Willkommensinitiative Rondorf“, die später berichteten, daß sie diesmal die Kinder als besonders höflich und entspannt erlebt hatten. Obs am guten Wetter lag oder am besonders harmonischen und fröhlichen Ablauf des Sommerfests – wir wissen es nicht. Fest steht nur, dass es wieder ein gelungenes Teamwork der Kulturen war, von dem sich dann auch der damalige Bezirksbürgermeister Manfred Giesen ein Bild machen konnte, als er zu einem Kurzbesuch beim Sommerfest auftauchte. Am Ende waren sich alle, Geflüchtete und „alteingesessene“ Nachbarn einig: Zusammensitzen und Miteinander reden, Gedanken teilen und Kontakte knüpfen ist der beste Weg zu Verständnis und Zusammenhalt. Das Wohnheim Merlinweg ist diesem Ziel ein kleines bisschen näher gekommen, und deshalb können wir uns schon jetzt auf das nächste Sommerfest freuen.
Rückblick auf 2024
Sommerfest 2024
Fröhlich, harmonisch, rundherum gelungen – das umschreibt wohl am besten die Stimmung beim Multikulti-Sommerfest im Rondorfer Wohnheim Merlinweg am 06. Juni 2024. Mit Unterstützung durch die Stadt Köln und den Heimträger DRK hatte die Heimleitung, Melanie Dietrich und Abdul, alles organisiert und aufgefahren, was Freude und Vergnügen bereitet: die Kinder tobten auf der Hüpfburg unter Aufsicht der „Rheinflanke“ und ließen sich die Gesichter von den Damen der „Peace Kitchen “ bemalen, während die Erwachsenen aus aller Herren Länder wie eine kleine UNESCO an langen Tischen zusammensaßen und sich gemeinsam mit den Besuchern und Besucherinnen aus der Nachbarschaft über das Grillfleisch freuten, das mit tatkräftiger Unterstützung durch die „Peace Kitchen“ zubereitet worden war. Die Ehrenamtler und Ehrenamtlerinnen der Willkommensinitiative Rondorf (WiRo) standen derweil an der Getränkeausgabe und verteilten Alkoholfreies an alle Durstigen. Es war ein Teamwork der Kulturen: schon am Morgen hatten die Bewohner und Bewohnerinnen aus der arabischen Welt, aus Iran und Afghanistan, aus Afrika, dem Balkan und der Ukraine an den Vorbereitungen mitgeholfen, hatten das Gelände gefegt, Salate und Gemüse geschnippelt und beim Aufbau geholfen. Über alle kleinen Konflikte hinweg, wie sie in Wohnheimen gang und gäbe sind, hatte man gemeinsam zugepackt und am Ende gemeinsam gegessen, geredet und gelacht und vielleicht dabei auch ein paar Missverständnisse und Vorurteile abgelegt. Zum Abbau von Vorurteilen gab es dann auch noch ein besonderes Highlight: die Rodenkirchener Polizei lud die Kinder und Jugendlichen zu Spritzfahrten in ihren Polizeiwagen ein – ein besonderes Erlebnis, das mit großer Begeisterung genutzt wurde und das Bild vom „Freund und Helfer“ sicher in vielen Köpfen hinterlassen hat.
Sportfest im Wohnheim Merlinweg
Gemeinsam mit dem TuS Rondorf wurde in der Unterkunft sowie dem angrenzenden Sportplatz im Park den Kindern ein „bewegter“ Start in die Herbstferien geboten: Karl-Heinz Muhs war mit einer großen Zahl an Übungsleitern und Helfern angetreten, allen Kindern – aus der Unterkunft und auch ihren Klassenkamerad:innen aus Rondorf und Umgebung – die verschiedensten Sportarten zu zeigen und sie spielerisch ausprobieren zu lassen. Egal ob Ballsportarten, Kampfsportarten, Turnen oder Geschicklichkeits- und Ausdauerübungen: alle hatten viel Spaß, konnten sich mit Obst und leckeren Waffeln stärken, und mancher hat seine neue Lieblingssportart gefunden.

Rückblick auf 2023
Sommerfest im Wohnheim Merlinweg
Es war heiß – sehr heiß – am Samstag, den 17. Juni, als im Wohnheim für Geflüchtete in Rondorf das erste große Sommerfest seit Bestehen des Heims zum Feiern einlud. Für die über 100 Bewohner und Bewohnerinnen aus der arabischen Welt, aus Iran und Afghanistan, aus Afrika, dem Balkan und der Ukraine und für die deutschen Gäste aus Rondorf und Umgebung hatte die Heimleitung bestehend aus Melanie Dietrich und Abdul Razak alles denkbar Mögliche aufgeboten, um den Tag zu einem echten Erlebnis zu machen. Finanziell unterstützt wurden sie dabei von der Stadt Köln, die tatkräftige Unterstützung kam von der „Peace Kitchen“, die vor allem für die Organisation der leiblichen Genüsse sorgte, von der „Rheinflanke“, die sich um die Kinder kümmerte und natürlich von der „Willkommensinitiative Rondorf“ (WiRo), die mit ihren Ehrenamtlichen von der Planung bis zur endgültigen Veranstaltung aktiv zum Gelingen beitrug.
Und gelungen war das Sommerfest ohne Frage. Die Erwachsenen freuten sich über das leckere Grillfleisch und die alkoholfreien Getränke, die Kinder tobten auf der Hüpfburg, die als willkommene Überraschung von dem Träger des Heims, dem DRK, aufgebaut worden war, und die Jugendlichen erlebten ein besonderes Highlight: auf Einladung der Rodenkirchener Polizei durften sie im großen Polizeiwagen sitzen und mit Begeisterung die Sirene einschalten. Eine tolle vertrauensbildende Maßnahme, die vielleicht geholfen hat, bei den Jugendlichen Vorurteile abzubauen.
Es sollte ein Fest der Begegnung werden – Begegnung zwischen alten und neuen Nachbarn in Rondorf, aber auch Begegnung zwischen den unterschiedlichen Kulturen im Heim, die wie in allen Wohnheimen für Geflüchtete nicht immer einfach ist. Am Ende konnten alle zwar von der Hitze erschöpft, aber zufrieden und entspannt auseinandergehen – in der Hoffnung, dass einiges zusammengewachsen ist, was zusammengehört, und dass es vielleicht im nächsten Jahr wieder eine Einladung zum Sommerfest geben wird.
Text & Fotos: Barbara Skerath (WiRo)





Rückblick auf 2022
Begegnung und Beratung für Roma-Familien
Für Sinti- und Roma-Familien stellt sich die Integration oft aufgrund vielfältiger historischer und kultureller Gegebenheiten als besonders schwierig dar. Der WiRo ist es gelungen, einen außerordentlich erfahrenen und engagierten Mitarbeiter des Kölner Rom e.V. zu gewinnen, der seit Dezember 2021 zweimal im Monat mit den Roma-Familien im Heim Merlinweg zusammengekommen ist, um ihnen in einem vertrauensvollen Gedankenaustausch hilfreiche Informationen und Beratung anzubieten. Die Veranstaltungen wurden von der Rheinenergie finanziell unterstützt und bis Mitte 2022 fortgesetzt.
Rückblick auf 2020
Kinderglück im Spielparadies Bubenheim

Für 21 Kinder und ihre Eltern aus dem Heim Merlinweg wird der 30. August unvergesslich bleiben. Auf Einladung der WiRo verbrachten sie zusammen mit drei Ehrenamtlern einen ganzen Tag im Spielparadies Bubenheim bei Nörvenich. Voller Begeisterung konnten sie sich austoben auf Riesenrutschen, Kletterbergen und Trampolinen oder mit dem Go-Cart halsbrecherische Kurven drehen, während die Eltern in Ruhe zusammensitzen und ihre mitgebrachten Picknick-Leckereien genießen konnten. Das Wetter spielte mit, und außer einer kleinen Beule konnten alle Kinder gesund und munter mit dem Bus wieder nachhause fahren. Ihr größter Wunsch: bald wieder hinfahren!
Rückblick auf 2019
Syrische Jecke im Rondorfer Zoch

Karneval ist für alle da. Für Einheimische und Geflüchtete. Das sagte sich auch eine syrische Familie im Heim Weißdornweg und lief begeistert und Kamelle-werfend am Rosenmontag mit im „Zoch“ durch Rondorf. Und weil Verkleiden allen Kindern Spaß macht, kam die kleine Abir am Tag danach nochmal in einem anderen Outfit auf die Strasse. Jetzt freut sich die Familie schon auf den nächsten Karneval – und hofft, bis dahin endlich eine Mietwohnung zu finden.
Deutschland-Quiz

Wo steht der Kölner Dom? So leicht waren die Fragen natürlich nicht im Deutschland-Quiz, zu dem die WiRo im Januar die Bewohner der beiden Heimen im Weißdornweg und Merlinweg eingeladen hatte. Zur Vorbereitung hatten die Familien eine Deutschlandkarte erhalten, die die meisten ganz offensichtlich eifrig studiert hatten. Und so rauchten die Köpfe bei der Beantwortung von zehn Fragen, u.a. nach dem größten Hafen und den vier größten Städten Deutschlands, nach dem längsten Fluß und der Hauptstadt von NRW. Die glücklichen Gewinner im Weißdornweg erhielten einen Ausflug zu China Light im Kölner Zoo, und für die Gewinner im Merlinweg gab es einen Rundblick auf Köln vom LVR-Turm.
Dem Deutschland-Quiz vorausgegangen war übrigens ein Europa-Quiz im Vorjahr, das bei den Teilnehmern soviel Anklang fand, dass eine Fortsetzung dringend erbeten wurde. Nun fragen die Bewohner schon neugierig nach dem nächsten Quiz. Die WiRo wird sich dazu etwas einfallen lassen.
